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ROMEO UND JULIA, Theater Freiburg

Deutschland ist ein Einwanderungsland – jeder Mensch hat tagtäglich Kontakt zu Menschen aus einem anderen Kulturkreis. Das hat positive und negative Aspekte, die von Neugierde und Offenheit bis hin zu Ablehnung und Hass führen – und zwar auf allen Seiten. Uns interessiert das Thema Liebe in einer Welt voller Hass und Misstrauen. Nicht zuletzt deshalb haben wir „Romeo und Julia“ mit der Musik von Prokofieff als Tanz-Performance ins Auge gefasst, angereichert und durchmischt von den Klängen des Balkan-Beat der Band „Äl Jawala“.

Wir wollen nicht eine klassische Version der „Romeo und Julia“- Geschichte machen, sondern zugrunde liegende Geschichte als Struktur für Themen benutzen, die auch heute noch Gültigkeit haben. Deshalb geht es in unserer Version weniger um einen Kampf zwischen zwei Familien der gleichen sozialen Schicht und der individuellen tragischen Geschichte zweier Mitglieder dieser Familien. Vielmehr geht es uns um den Zusammenstoß zweier Kulturen, die jeweils für sich selbst beanspruchen, in Harmonie zu leben, aber ständig mit allen Außenstehenden im Streit liegen.

Die Begegnung von Romeo und Julia, ihr Versuch gegen alle Hindernisse und Zwänge der Gruppendynamik zueinanderfinden, zeigt eine Möglichkeit, die über die individuellen Situation von zwei Verliebten weit hinaus geht. Die beiden zeigen uns eine andere Perspektiv auf die Welt, ein Unterwandern der höchst gefährlichen Pseudo-Toleranz, Engstirnigkeit und Brutalität von dich streng abgrenzenden Gruppen.